{"id":170,"date":"2015-11-01T22:50:14","date_gmt":"2015-11-01T20:50:14","guid":{"rendered":"http:\/\/jupiterkallisto.ch\/?p=170"},"modified":"2015-11-01T22:50:14","modified_gmt":"2015-11-01T20:50:14","slug":"immer-mehr-fuer-immer-weniger","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/jupiterkallisto.ch\/?p=170","title":{"rendered":"Immer mehr f\u00fcr immer weniger&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Wir alle kennen das, ob bewusst oder unbewusst. Unsere Gesellschaft schreit nach mehr. Egal ob\u00a0es\u00a0die neuste Technik, die neuste Musik, der neuste Film oder das beste Essen ist. Leider sind aber die meisten nicht gewillt, f\u00fcr mehr, auch mehr zu zahlen.<\/p>\n<p>Eines der erschreckendsten Beispiele daf\u00fcr ist die Musik und vor allem die Filmindustrie. Geht man als Kind noch davon aus, dass man\u00a0z.B. Musik gratis bekommt, weil Mama und Papa das organisieren,<del> merkt man<\/del> sollte man als Jugendlicher\/Erwachsener begreifen, dass ich f\u00fcr eine Dienstleistung bezahlen muss, wenn ich sie in Anspruch nehmen bzw. nehmen will.. Denn was ist Musik? Ein Produkt von mehreren Menschen, um andere Menschen zu unterhalten. Und darin steckt Arbeit, Zeit und meist auch Gef\u00fchl. Man bezahlt ja auch den Klempner, den Elektriker oder den Koch im Restaurant. Umso unverst\u00e4ndlicher ist f\u00fcr mich die Tatsache, dass viele, denen ich sage\/antworte, dass ich einen Spotify Premium Account besitze und damit pro Monat CHF 12.95 zahle, mich fragen wieso ich denn &#8222;so viel Geld&#8220; f\u00fcr Musik ausgebe.<\/p>\n<p>Viel Geld? Knappe CHF 13.- innert 30 Tagen und ich habe unbegrenzten und uneingeschr\u00e4nkten Zugriff auf die komplette Musikbibliothek von rund 30 Mio. Songs. 30 MILLIONEN! Das ist eine absolut l\u00e4cherlich hohe Anzahl an\u00a0Songs f\u00fcr einen mickrigen, kleinen Preis. Und wenn ich so ein Angebot bekomme, bezahle ich gerne daf\u00fcr. Schliesslich will ich in meiner Arbeit auch bezahlt werden. Nicht ausgeschlossen dass ich dar\u00fcber neue, gute Musik entdecke und mir dann so ein Album auch auf CD kaufe.<\/p>\n<p>Ein \u00e4hnliches Schicksal hat auch die Filmindustrie erlitten. Nur ist es da mit Webseiten wie kino.to oder dessen unz\u00e4hligen Nachfolgern leider umso popul\u00e4rer, nicht nur f\u00fcr Eine Dienstleistung nicht zu bezahlen, sondern sie auch noch illegal zu konsumieren. Okey, in der Schweiz ist der Download solcher Inhalte straffrei. Dennoch erachte ich das als nicht richtig. Gerade auch, weil bei einem Film oder einer Serie noch viel mehr Menschen an der Produktion beteiligt waren. Was ist also so schlimm daran, Kinoeintritt zu zahlen? Mann bekommt den Film in brillanter Qualit\u00e4t und nicht in einem abgehackten und aus Bild und Tonspur zusammen gschnittenes Irgendwas. Man muss es vielleicht nicht in so grossem Stil betreiben wie ich, und sich ein Filmehimmel aus knapp 650 DVDs und Blu-rays zusammenstellen. Aber ein Account bei einem Streamingdienst wie Netflix reicht schon, um der Filmindustrie wenigstens einen kleinen Teil zur\u00fcckzugeben. Und wenn einem dann ein Film gut gef\u00e4llt, wieso den nicht physisch kaufen?<\/p>\n<p>Am wenigsten\u00a0ergibt dieser Sparwahnsinn beim Essen sinn. Essen sollte nicht unbedingt billig, sondern gut sein. Also, vielleicht auch mal zu Bio greifen. Oder aus der Region. Wie w\u00e4re es, mal auf einem Bauernhof einzukaufen? Oder den Wein direkt beim Weinbauer. Ebenso schlimm ist der Umgang mit Haltbarkeitsdaten. Es steht nicht umsonst &#8222;<em>Mindestens<\/em> haltbar bis &#8230;&#8220; auf den Packungen drauf. Mindestens. Das heisst nicht, wenn das Datum \u00fcberschritten ist wird es aus Prinzip weggeworfen. Nein, man kann die Verpackung auch \u00f6ffnen und sich von der Qualit\u00e4t des Produkts \u00fcberzeugen. Jogurts kann man noch gut mehrere Tage nach dem Datum essen. Eine Packung Speck ebenfalls. Alles mal mit Geruch und Geschmack testen. Keine Angst, das wird euch nicht umbringen! Wenn&#8217;s nicht schmeckt, k\u00f6nnt ihrs ja ausspucken und dann wegschmeissen. Aber bitte in den Biom\u00fcll.<\/p>\n<p>Mal angenommen, niemand zahlt mehr f\u00fcr solche Inhalte. Dann fliesst kein Geld mehr in die Firmen, die solche Inhalte produzieren und dann werden erstmal Stellen gestrichen und nach und nach die Produktion eingestellt. Ergo, wenn man nicht f\u00fcr die Dienstleistung bezahlt, erh\u00e4lt man irgendwann auch keine Dienstleistung mehr. Weder k\u00e4uflich, noch gratis.<\/p>\n<p>Habt ihr Erfahrungen mit Essensresten gemacht? Bezahlt ihr f\u00fcr eure Musik und schaut ihr Filme noch auf DVD\/BD? Schreibt es mir in den Kommentaren!<\/p>\n<hr \/>\n<p>Also, man liest sich.<\/p>\n<p>Jupiter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir alle kennen das, ob bewusst oder unbewusst. Unsere Gesellschaft schreit nach mehr. Egal ob\u00a0es\u00a0die neuste Technik, die neuste Musik, der neuste Film oder das beste Essen ist. Leider sind aber die meisten nicht gewillt, f\u00fcr mehr, auch mehr zu zahlen. Eines der erschreckendsten Beispiele daf\u00fcr ist die Musik und vor allem die Filmindustrie. 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