{"id":324,"date":"2017-06-19T23:20:57","date_gmt":"2017-06-19T21:20:57","guid":{"rendered":"http:\/\/jupiterkallisto.ch\/?p=324"},"modified":"2017-06-27T21:37:32","modified_gmt":"2017-06-27T19:37:32","slug":"warum-ich-in-die-politik-gehen-will","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/jupiterkallisto.ch\/?p=324","title":{"rendered":"Warum ich in die Politik gehe(n will)&#8230;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ja, Ihr habt richtig gelesen, ich denke \u00fcber Politik nach. Ja, dies ist ein Streitpunkt. Nein, da lass ich mich nicht beeinflussen. Ja, das mag euch nerven. Nein, das interessiert mich nicht. So, dann k\u00f6nnen wir jetzt ja starten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich spiele seit einiger Zeit mit dem Gedanken, mich in der Politik zu engagieren. Wieso? Nun, die Schweiz hat ein einzigartiges Privileg, die direkte Demokratie. Seit ich 18 Jahre alt bin, habe ich an nahezu allen Abstimmungen und Wahlen teilgenommen, und das sind in der Schweiz doch schon einige. Aber wenn man sich die Ergebnisse in der letzten Zeit so ansieht, dann ist das meiner Meinung nach nicht nur schade, sondern absolut traurig. Nun, vielleicht habt ihr mich nun falsch verstanden. Ich rede nicht zwingend von den Ergebnissen der Wahlen und Abstimmungen. Sondern von der Stimm- und Wahlbeteiligung. Bei der Abstimmung vom 21. Mai 2017 z.B. zum Energiegesetz (Energiestrategie 2050) EnG gab es eine Stimmbeteiligung von lachhaften 42,4%. Auch die Abstimmungen vom 12. Februar 2017 zur Einb\u00fcrgerung der Ausl\u00e4nder der 3. Generation, des NAF (Nationalstrassen- und Agglomerationsfonds) und der USR III (Unternehmenssteuerreform 3) war mit 46,6% Stimmbeteiligung nicht viel besser dabei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun mal zu den Zahlen. Bei ca. 8,4 Mio. Einwohnern (BFS, Ende 2016) sind gut 5,3 Mio. stimmberechtigt. Davon gehen also nun bei den letzten Abstimmungen immer so ca. 45% w\u00e4hlen. Ergibt also 2,385 Mio. Schweizerinnen und Schweizer, welche Ihre Stimmen abgeben. Heisst, gut ein Drittel der Schweizerinnen und Schweizer stimmen regelm\u00e4ssig \u00fcber das Schicksal ihrer Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger ab. Was mich daran nervt? Ein grosser Teil der nicht Abstimmenden regt sich dann \u00fcber das Ergebnis auf. Nun, wenn es dir nicht passt, dann geh doch w\u00e4hlen und abstimmen, um so das Ergebnis zu ver\u00e4ndern?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und jetzt kommen wir zum Thema. Allen Bekannten und Freunden immer sagen, sie sollen abstimmen und w\u00e4hlen, reicht mir irgendwann nicht mehr. Wieso? Ich kann mich noch so dar\u00fcber beschweren wor\u00fcber abgestummen wird, aber ich kann nicht beeinflussen, \u00fcberwas abgestummen aird, wenn ich mich nicht mehr daf\u00fcr einsetze. Somit war eigentlich klar, dass ich mich politisch engagieren muss (will)?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun, als ersten Schritt habe ich mir, wie schon oft, mit Smartvote damit geholfen, mich irgendwie einzureihen, heisst, mich mit Kandidaten und Parteien zu vergleichen und deren Ansichten zu untersuchen. Dabei rausgekommen ist, dass ich mich in der Mitte, bzw. Mitte-Rechts orientieren sollte. Somit landete ich bei der FDP oder BDP, bzw. den Jungfreisinnigen oder der Jungen BDP.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kontaktaufnahme mit beiden Jungparteien war, gelinde gesagt, M\u00fcll. Beide Parteien haben Wochen, gar Monate (!) gebraucht, um mir \u00fcberhaupt zu antworten. Bei den Jungfreisinnigen wurde aber nach der Kontaktaufnahme ich sogleich zu der Parteiversammlung des Kt. Bern eingeladen, bei der JBDP zur Parteiversammlung der JBDP Schweiz. (Ich halte hier fest, dass beide Jungparteien Ihre Kommunikation dringend \u00fcberdenken sollten.) Ich konnte also beide Parteien miteinander vergleichen, habe mich aber schlussendlich f\u00fcr die BDP entschieden, da diese meine Ansichten doch etwas mehr teilt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und da bin ich jetzt. Seit gut 3 Wochen bin ich offizielles Mitglied der BDP Herzogenbuchsee und Umgebung, der Jungen BDP Kanton Bern, der BDP Kanton Bern und der BDP Schweiz und der Jungen BDP Schweiz. (Etwas verwirrend, ich weiss. Aber dennoch logisch. (F\u00fcr mich jedenfalls. (Nach kurzem \u00fcberlegen.)))<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und nun? Na, scheinbar ist die Jugend (Kann ich mich noch so bezeichnen?) in der Politik sehr gefragt, da ich sogleich vom Parteipr\u00e4sidenten zum Vorstandsmitglied ad interim in meiner Gemeinde vorgeschlagen wurde, und aktuell dabei bin, mich auf die Gemeinderatswahlen-Liste der BDP setzen zu lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wohin mich das bringt? Das weiss ich selbst noch nicht, dennoch bin ich sehr gespannt auf die Zukunft. Ich erwarte nicht riesige Abstimmungsergebnisse, da ich noch sehr neu in der Gemeinde bin, trotzdem freue ich mich \u00fcber die Erfahrung. Ich weiss nur noch nicht, ob ich die Wahlfotos der Bev\u00f6lkerung tats\u00e4chlich zumuten will. Aber da m\u00fcsst ihr (bzw. die Einwohner meiner Gemeinde) nun durch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Falls ihr bis hierhin alles gelesen habt, bedanke ich mich f\u00fcr euer Interesse. Und nun interessiert mich: Seid ihr auch politisch interessiert, bzw. so sehr interessiert, dass ihr euch eine &#8222;politische Karriere&#8220; vorstellen k\u00f6nnt? Bin gespannt auf eure Antworten.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also, man liest sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jupiter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, Ihr habt richtig gelesen, ich denke \u00fcber Politik nach. Ja, dies ist ein Streitpunkt. 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